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Behandlung der Milbenallergie
Alarmierende Allergienprognose
Aktuelle Studien prognostizieren erschreckende Zahlen für Allergieerkrankungen
im 21. Jahrhundert. Auch eine medizinische Unterversorgung bei Allergikern wurde
festgestellt. Ein Hauptgrund hierfür liegt darin, dass ein großer
Teil der Betroffenen nicht über die eigene Erkrankung informiert ist. Nach
Ergebnissen aus Umfragen wissen ca. 50% der Allergiker nicht, dass ihre Krankheit
durch eine Allergie verursacht wurde. Die anderen 50% wissen zwar von ihrer
Allergie, jedoch sucht nur etwa die Hälfte davon einen Arzt auf.
Therapiemaßnahmen
Allergenkarenz
Damit wird die Kontaktvermeidung zu allergieauslösenden Stoffen bezeichnet.
Die Allergenkarenz gilt als eine der sichersten Therapiemethoden, jedoch ist
die Umsetzung im Alltag meist schwierig. Eine erste Maßnahme stellt die
Umstellung des persönlichen Schlaf- und Wohnumfeldes dar. Hausstauballergene
finden sich konzentriert im Bett und vor allem in der Matratze wieder. Möglichkeiten
bieten sogenannte Encasings (allergendichte Schutzbezüge), die um die Matratze,
Bettdecken oder Kopfkissen gehüllt werden. Eine weitere Maßnahme
stellt ein biologisches Milbenspray dar, diese Sprays beseitigen Hausstaubmilben
und beugen der weiteren Entwicklung und Fortpflanzung der Milben vor. Mehr Informationen
und Tipps zur Allergenkarenz...
Hyposensibilisierung
Die ursächliche und einzige Therapieform von Allergien bildet die Hyposensibilisierung
(Bedeutung: "unempfindlich machen"). Die Grundlage der Therapie ist
es, dem Allergiker das entsprechende Allergen nach und nach in ansteigender
Dosis zu verabreichen, um ihn gegen gegen die Stoffe immun zu machen. Über
2 - 3 Jahre werden dem Patient entweder Allergenlösungen gespritzt oder
in Tropfenform zugeführt. Eine allergische Reaktion hierdurch wird durch
die geringe Dosierung ausgeschlossen. Die Sensibilisierung sollte immer durch
anerkannte Allergologen und erfahrene Gesundheitsmediziner erfolgen. Eine Erfolgsgarantie
durch die Hypersensibilisierung gibt es nicht, jedoch sind die Quoten der geheilten
Patienten vielversprechend.
Behandlung mit Medikamenten
Die Behandlung mit Medikamenten dient zur Linderung und weiteren Verschlechterung
der Allergiesymptome. Auch entzündliche Schleimhautschwellungen werden
medikamentös behandelt. Zwar werden nur die die Symptome bekämpft
und nicht die Ursache selbst, jedoch ist dies für viele Allergiker die
einzige Möglichkeit, um mit geringeren Beschwerden im Alltag auszukommen.
Antihistamine und deren Wirkung
Bei allergischen Reaktionen wird überdurchschnittlich viel vom Botenstoff
Histamin freigesetzt. Histamin veranlasst die allergische Reaktion des Körpers
und löst Symptome wie Juckreiz, das Anschwellen der Schleimhaut und weitere
aus. Präparate und Antihistaminika wirken diesen Effekten meist wirksam
entgegen. Sie helfen gegen Hautausschlag, Juckreiz und vermindern Schwellungen.
Auch Schnupfen und Niesattacken werden damit eingedämmt.
Medikamente mit Kortison
Kortison ist ein körpereigenes Hormon und wird gegen bleibende Schäden
eingesetzt. Auch allergischen Entzündungen kann damit entgegengewirkt werden.
Ein modernes Kortisonspray ist es nahezu frei von Nebenwirkungen, es wird meist
direkt auf die Schleimhäute gesprüht und kann nur bedingt in den Blutkreislauf
gelangen. Die Sprays wirken vorbeugend und können bei akuten Allergiesymptomen
nur bedingt wirken. Oft werden Kortisoncremes und Salben auf betroffene Hautstellen
aufgetragen, um weitere Entzündungen zu vermeiden.
